Club E - Marburg an der Lahn - Steinweg 9 - Erinnerungen an vergangene Tage

  Geschichten - Erzählungen 
Überblick:
Die Geschichte mit dem Album
25 Jahre Club E / Slot
Zeitungsartikel der Oberhessischen Presse vom 8. September 1988
Musikalische Vorlieben eines Discjockeys 
Post aus Amerika
Post aus Hamburg
Jambo
Besuch beim Dreh für den Dokumentationsfilm im Juni 2005

Die Geschichte mit dem Album

Ein Zeitungsartikel der Oberhessischen Presse bringt mich auf die Spur
Als ich den Zeitungsartikel aus der Oberhessischen Presse vom 8. September 1988 las, in dem eine Feier, die in den SLOT - Räumlichkeiten (früher Club E) stattfand, beschrieben wurde, ist mir ein Satz aufgefallen: "Bis in den späten Abend hinein feierten Band und Fans gemeinsam, Erinnerungen wurden ausgetauscht, ein Fotoalbum machte die Runde.." 
Das gesuchte Fotoalbum Das beschriebene Fotoalbum enthielt Bilder von Kapellen, Bands und sogar auch mein Konterfei auf der ersten Seite. So jedenfalls wurde mir von Club E Anhängern berichtet, die schon einmal Einblick in das Album hatten. 
Mir war klar, dass dieses Bildmaterial eine tolle Grundlage für diese Website sein könnte. 
Wo war aber diese Album?
Insider des früheren Marburger Club E meinten, das Album bei Fritz Beck, dem damaligen Schlagzeuger der "Guitarmen" gesehen zu haben. 
Ich bat also bei Fritz Beck einmal nachzufragen und bekam die Nachricht, dass Fritz Beck das Album einem Herrn Richter gegeben haben soll.
In dem Zeitungsartikel aus der Oberhessischen Presse war auch von einem "Wolfgang Richter" die Rede, der Besitzer des SLOT sein sollte. Es ist anzumerken, dass es das SLOT auch nicht mehr gibt und so suchte ich zuerst den "Wolfgang Richter" im Telefonbuch. Fehlanzeige, kein "Wolfgang Richter" im Marburger Örtlichen Telefonbuch. Beim Herumtelefonieren erfuhr ich, dass ein Herr Wolfgang Richter den
Europäischen Hof in der Elisabethstrasse 12 führt. 
Eine Telefonische Verbindung in den Europäischen Hof ergab, dass Herr Richter zur Zeit nicht im Haus ist. Nach ein paar Tagen klappte es dann mit der Verbindung zu "Wolfgang Richter" im Europäischen Hof.
Pech war nur - das erfuhr ich, nach dem ich mein Anliegen mit dem Album vorbrachte - dass ich den falschen "Wolfgang Richter" an der Strippe hatte. 
Der Manager des Europäischen Hof trug den Namen "Wolfgang-Dietmar Richter". 
Geduldig hörte sich Wolfgang-Dietmar Richter mein Vorhaben an und meinte, den richtigen "Wolfgang Richter" zu kennen und mir weiter helfen zu können. 
Ich bekam also eine neue Telefonnummer aus dem Ebsdorfergrund (Nähe Marburg).
Tatsächlich, das war nun der "Wolfgang Richter", den ich suchte und der das Album sein Eigen nannte. 
Mein Vorhaben, diese Internetseite (mit Bildern aus diesem Album) zu installieren
wurde ohne Zögern freundlich und hilfsbereit unterstützt.
Nun war es nur eine Frage der Zeit, bis das Album wieder bei der Person landete, 
die es zu Club E - Zeiten anlegte und führte: Bei Brigitte Mücke, geb. Schmidt. 
An diese Adresse brachte es Wolfgang Richter noch am gleichen Tag. 
Nun konnte ich mich mit Brigitte Mücke verabreden und sie übergab mir das Album.
Bereits Jahre zuvor hatte das Album schon andere Besitzer. Brigitte erzählte mir, dass sie das Album damals Barbara Störmer als Andenken übergab.
Irgendwie muss  es dann, wie am Anfang zu lesen, zum Schlagzeuger Fritz Beck
gelangt sein.
Heute endlich hat das Album die Station erreicht, wo der Inhalt, mit wenigen Ausnahmen - jedermann zugänglich - für das Internet aufbereitet und für alle 
Club E Fans abgebildet wurde. 

25 Jahre Club E / Slot - OP vom Donnerstag, 1. September 1988

Skyriders lassen Beattradition aufleben.
Club E / Slot feiern am Samstag 25 jähriges Bestehen 
Originalband aus den Sechzigern spielt im Keller am Steinweg
Zeitungsartikel der Oberhessischen Presse Text unter dem Bild:
Die original Skyriders mit dem mittlerweile in Marburg wohnenden Sänger Rudi Merten (links) spielen am Samstag um 20 Uhr im Marburger "Slot" am Steinweg im Rahmen der Jubiläumsfeier "25 Jahre Club E / Slot". Unser Bild zeigt die Band Anfang der sechziger Jahre in den damals topmodischen Klamotten.
Was der Starclub für Hamburg, das war der in Marburg der Club E für die Region Nordhessen: Ein Treffpunkt für junge Leute, die in den sechziger Jahren Beatmusik live hörn wollten. In diesem Jahr feiert der Club E sein 25jähriges Bestehen. Das wird am Samstag mit einer Original-Beatband aus den Sixties gefeiert. Und zwar im "Slot", wie die Tanzkneipe seit der Übernahme durch den neuen Besitzer Anfang 1982 heißt. Dort spielen ab 20 Uhr die Skyriders auf.
Mit der Eröffnung des Club E hatte die Familie Störmer am 21. Januar 1963 die richtige Nase gehabt. So etwas gab es bis dahin im heimischen Raum noch nicht. Im Vier-Wochen-Rhythmus spielten damals die verschiedensten Beatbands im kleinen Keller am Steinweg auf. Dazu gehörten so populäre Gruppen wie die Lords, die Rattles, Fats and his cats, Pete Wyoming Bender, The Crescendoes, Neil London and The Burnettes oder Nole Redding, der später Bassist von Jimmy Hendrix.
Einer dieser zahlreichen "Stripper-Bands", die zu dieser Zeit wie Pilze aus dem Boden schossen, waren die Skyriders. Sänger Rudi Merten erinnert sich: "Die Leute wollten einen ähnlichen Sound hören, wie sie ihn von ihren Platten zu Hause kannten." Also spielten die Gruppen munter die Lieder ihrer Favoriten nach. Beatles, Shadows - Rolling Stones, je nach Geschmack setzten die Band Akzente.
Das Publikum war begeistert.
"Bei jedem Auftritt standen die Jugendlichen den ganzen Steinweg hinunter Schlange", erzählt Merten. Damals genügte ein kleiner Verstärker, die Sound-Qualität war anfangs noch nicht so wichtig. Mit dem Aufkommen der ersten Discotheken, als die Musik fortan vom Plattenspieler kam, starben die meisten dieser "Stripper-Bands". Auch die Skyriders lösten sich Ende der Sechziger irgendwann auf, kurioserweise kurz nachdem ein Plattenvertrag mit CBS unter dach und Fach gebracht war.
Für das Jubiläum hat Rudi Merten noch einmal die Originalbesetzung der Skyriders zusammengetrommelt. Jann Meyer (Emden / jetzt Frankfurt) am Bass, Pit Zimmer (Köln) an der Gitarre, Gerd Zilken (Köln) an den Drums und er selbst als Sänger werden am Samstag 20 Uhr die "gute alte Zeiten wieder aufleben lassen". Freilich ohne dabei in wehmütigen Erinnerungen zu schwelgen. "Diese Musik ist doch zur Zeit wieder angesagt. Auch die Kids stehen drauf. Eine Altherren-Veranstaltung wird es deshalb am Samstag nicht geben", ist sich der ebenfalls aus Köln stammende Sänger der Skyriders sicher.
Die Tradition des Club E lebt übrigens im Club-E-Verein weiter, die sich regelmäßig einmal im Monat im VfL-Heim trifft und sogar eine eigene Band gegründet hat.
Mit dieser Gruppe ist laut Wolfgang Richter, dem Besitzer das Slot, in Kürze ein weiterer Auftritt in der Tanzkneipe vorgesehen: "Ich wünsche mir am Samstag ein gemischtes Publikum und hoffe, dass viele ehemalige Club-E-Freunde aber auch viele junge Leute zu unserer Jubiläumsfeier kommen".
 

Zeitungsartikel der Oberhessischen Presse v. Donnerstag, 8. September 1988

Skyriders lassen Beattradition aufleben: "Da sind wir wieder"
Die Kölner Beatband aus den sechziger Jahren hatte sich eigens für diesen Aufritt
wieder formatiert. Ohne Scheu, aber mit viel Begeisterung und Spielfreude legten
Rudi Merten (g, voc), Pit Zimmer (g), Jann Meyer (b), und Gerd Zilken (d, voc) 
gleich ordentlich los.
Zeitungsartikel der Oberhessischen Presse vom 8. September 1988 "Hallo da sind wir wieder, wir waren gerade mal 
20 Jahre weg", so begrüßte Rudi Merten seine große Anhängerschar, die ihn zum größten Teil bereits als
Teenager im Keller am Steinweg singen gehört hat.
"Something you got" hieß der Opener und sofort wurde kräftig mitgesungen, getanzt und geklatscht. Der Wiedererkennungseffekt stieg von Lied zu Lied und bei den alten Beatles-Titeln waren die Fans bald völlig aus dem Häuschen.
Die "Skyriders" spielten so authentisch, als hätten sie nie eine Pause gemacht.
"Sie haben eben den bestimmten Swing in ihren Liedern", fand ein Kenner der damaligen Beatszene und daran nichts Ungewöhnliches. 
Mersey-Beat, Blues, Soul - die "Skyriders" hatten alle damals aktuellen und heute erneut angesagten Stilrichtungen drauf.
Natürlich waren die Pausen etwas länger und die Sets dazwischen etwas kürzer als vor 20 Jahren, aber das nahm das Publikum gerne in Kauf.
Bis in den späten Abend hinein feierten Band und Fans gemeinsam, Erinnerungen
wurden ausgetauscht, ein Fotoalbum machte die Runde, Musiker knüpften
Kontakte, verabredeten Probe-Gigs und schließlich wurde der Ruf nach ähnlichen
Veranstaltungen immer lauter.
"Im Prinzip gerne", meinte dazu Wolfgang Richter, der Besitzer des "Slot",
"wenn die Nachbarn nichts dagegen haben"...
Anmerkung:
Am selben Abend gastierten in Marburg dier "Searchers", trotzdem war das Slot
gefüllt bis auf den letzten Platz. Es herrschte eine Stimmung, wie in alten Zeiten..
..Wer bitte sind schon die "Searchers" gegenüber einer Band wie die "Skyriders",
die wir uns als Lehrlinge damals schon "Live" leisten konnten und von denen wir
den einen oder anderen persönlich kannten.
Was der Schreiber der nebenstehenden Zeilen leider vergessen hat war, dass
Musiker aus den verschiedenen Bands aus dem Raum Marburg, die vor 25 Jahren
im Club E gespielt hatten, an diesem Abend in das Geschehen einbezogen wurden.
Ein Abend voller Nostalgie, aber auch manch nachdenklicher Momente.
Leider kam es nie wieder zu einer solch beeindruckenden Session.
Danke an Werner Otto, der mir den Artikel zukommen hat lassen.
 

Musikalische Vorlieben eines Discjockeys 

Siw Inger's Platten hatten im Club E (Diskothek) einen festen Platz.
Achim Peter, alias "Little Happy Jack", brachte die Club E Fan-Gemeinde auf den Geschmack, als er in regelmäßigen Abständen die Tanzfläche mit den rhythmischen Schlagern des Schwedenmädel beschallte. Mehr über Siw Inger aus 1976 hier. 
 

Post aus Amerika

Hallo aus U.S.A.
Vielen Dank für die tolle Website. Habe mich echt gefreut. Bilder sind 
unterwegs habe auch eine E-Mail für die Einträge geschrieben, bin mir aber nicht 
sicher, wo sie gelandet ist. Bin nicht so gut mit dem Internet. Mutti wird sich 
bei Dir noch mal melden. Hoffe es ist alles so weit in Ordnung. Freue mich jetzt 
schon auf neue Sachen die auf dieses Webpage kommen
Bis dann, Sabine
joedawg85aol.com hat sich in Ihr Forum eingetragen.
hallo hier ist sabine baker geb. stoermer. aus america. 
wollte mich herzlich bedanken das diese seite hergestellt wurde habe auch noch weitere bilder an mutti geschickt. 
happy jack war der beste und wird in uns immer weiter leben. 
wir werden ihn nie vergessen. happy jack war mein papa. 
wie auch viele andere habe ich im club-e auch meinen mann kennengelernt 
und so bin ich in amerika gelandet.
werde immer wieder mal reinschauen um zu sehen was sich den hier noch so 
neues tut.
hast du miese laune.... lets go 
komm in den club den dort gehen die sorgen kaputt.....
 

Post aus Hamburg

Hallo Freunde der ehemaligen Club-E-Besucher.
Es ist wunderbar, sich nach den langen Jahren an die schönen Stunden im Club-E 
zu erinnern. Wir, mein Gatte Manfred und ich, sind Bruder und Schwägerin von Achim und Babs und kommen aus Hamburg. Achim war für uns der Größte und Gutmütigste . Auch heute noch können wir nicht wirklich verstehen, 
dass alles vorbei ist. 
Wenn Achim wüsste, dass seine Gäste sich nach den vielen Jahren an die Zeiten im Club E erinnern, er würde Euch alle an sein Herz drücken. Wir haben tolle Stunden, mit lieben Menschen im Club erlebt und wünschen allen an diesen Webseiten beteiligten Leuten, viel Freude, Erfolg und weltweites Wiedersehen mit alten Freunden...
Herzlicher Gruß aus Hamburg
von Karin und Manfred Störmer 
 

Jambo

Bernd Jandrasits nennen alle "Jambo". Warum?
Einer der ersten Gäste im Club war "Jambo". Dieser Name ist ein Spitzname von Bernd und ich wollte von ihm wissen, wie er zu "Jambo" gekommen ist.
Bernd Jandrasits schreibt dazu:
Mein richtigere Name ist Bernd Jandrasits das weißt Du.
Das mit dem Jambo kam ca. 1957 in der Schule auf ich war im Gymnasium und ein
Lehrer sagte das mal.
Ich glaube nicht das der wusste das Jambo eine Begrüßungsformel in Ost Afrika ist. Dort heißt es" wie geht es Dir."
Ich war in Tansania dort sagte dann jeder Jambo zu mir. Das war ein Spass.
Aber mit Spitznamen ist das so ne Sache, die hat man sein Leben lang . 
Aber das war nie Negativ.
So rief mich jeder Jambo und auch heute noch .
MFG Bernd
 
 
 Stand: Dienstag, 14. Juni 2005